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Der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU (EAK) ist der Zusammenschluss aller evangelischen Unionsmitglieder,
die wegen ihres Glaubens und seiner Grundlagen in den Unionsparteien
einen Beitrag zu einer vor Gott und den Menschen verantworteten
Politik leisten wollen. Im EAK arbeiten aber genauso Menschen mit, die keine Mitglieder der Unionsparteien
sind, er übernimmt insofern eine wichtige Brückenfunktion zwischen Partei sowie Kirche und Gesellschaft. Der EAK hat das grundsätzliche Anliegen, evangelische Christen
zum profilierten politischen Engagement zu ermutigen.
Der EAK wurde 1952 in Siegen gegründet, nachdem der damalige Bundestagspräsident,
Oberkirchenrat Dr. Hermann Ehlers, und andere befürchteten, die
Union evangelischer und katholischer Christen könnte durch das
katholische Übergewicht und die Uneinigkeit auf evangelischer
Seite gefährdet sein. Um die evangelische Stimme in der Partei
zu einen und zu stärken, kam es zur Gründung des EAK. (Link: Zur Geschichte des EAK)
Hermann Ehlers, der erste Bundesvorsitzende des EAK, formulierte damals die
immer noch aktuelle Aussage:
Wir haben im deutschen Protestantismus viel zu lange die Vorstellung
gehabt, dass man zwar sehr leicht Bürgermeister und Oberbürgermeister,
über Ratsherren und Landtagsabgeordnete, über Staatssekretäre,
Minister, Bundesminister und Bundestagsabgeordnete kritisieren
könne, dass man aber das Vorrecht habe, sich von der Mitarbeit
und dem Hineingehen in die gleiche Verantwortung peinlich fern
zu halten, um in Neutralität und Objektivität um so gründlicher
darüber urteilen zu können.
Nach seinem plötzlichen Tod im Herbst 1954 folgten als Bundesvorsitzende
des EAK :
Robert Tillmanns (1954-55),
Dr. Gerhard Schröder (1955-78),
Prof. Dr. Roman Herzog (1978-84),
Albrecht Martin (1984-90),
Peter Hintze (1990-92),
Dr. Angela Merkel (1992-93),
und Jochen Borchert (1993-2003).
Seit 2003 ist Thomas Rachel MdB Bundesvorsitzender.
EAK-Bundesgeschäftsführer ist Pastor Christian Meißner.
Im EAK-Bundesvorstand sind die Landesverbände einschließlich Bayern
(CSU) zusammengefasst, in diesen wiederum die Kreisverbände.
Seit seiner Gründung hat der EAK sich bemüht, protestantisches
Denken und evangelische Überzeugungen in die Unionsparteien einzubringen,
ein Forum an der Nahtstelle zwischen Kirche und Politik zu bieten
und für die Kirchen auf allen Ebenen Gesprächspartner zu sein.
Daher ist es heute für den EAK besonders wichtig, für seine Arbeit
Menschen zu gewinnen, die in Kirche und Politik gleichermaßen
zu Hause sind.
Er wirkt durch das ihm verliehene Antragsrecht auf politische
Entscheidungen der Union unmittelbar ein. Durch seinen Kontakt
mit den Abgeordneten der Unionsparteien wird seine Stimme auch
im Parlament gehört.
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